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Olympia 2018: Der Steuerzahler als Sponsor Es klang wie ein Credo, wenn die Bayerische Staatskanzlei von der Finanzierung des Etats der Olympiagesellschaft 2018 sprach: Die für nötig erachteten 30 Millionen Euro werden von Sponsoren aus der Wirtschaft aufgebracht. Auch dann noch, als plötzlich aufgestockt werden musste auf 33 Millionen.
Die Gönner Olympias konnten aber
insgesamt nur 26,2 Millionen Euro sammeln; bleibt eine Lücke mit
knapp 4 Millionen aus dem ursprünglichen Etat und eine weitere mit 3
Millionen nach d Die SPD-Gemeinderatsfraktion geht davon aus, dass der Freistaat Bayern die zusätzlichen Kosten aus der Etaterhöhung übernehmen muss. Gemeinderätin Dr. Sigrid Meierhofer nahm dazu in der Gemeindratssitzung am 28. Juli 2011 Stellung: "Bei der Erhöhung um drei Millionen Euro hat Ministerpräsident Seehofer zugesagt, dass diese angeblich nicht auf die kleinen Bewerber umgelegt werden sollen." Der Berchtesgadner Landrat Georg Grabner kann sich daran erinnern, dass die Erhöhung vom Freistaat und von der Stadt München alleine geschultert werden sollte. Es geht, wie immer im olympischen Sport, um viel Geld und um finanzielle Risiken, für die nur zu gerne der Steuerzahler in Haft genommen wird. Die SPD-Fraktion stellt jedenfalls für die Nachforderungen der Bewerbergesellschaft keinen Blankoscheck aus. (asm)
Zur Erinnerung: Im Juli 2010 waren gerade einmal 22 von den ursprünglich 30 geplanten Bewerbungsmillionen eingesammelt. Ungeachtet der recht zögerlichen Olympiabegeisterung der deutschen und bayerischen Wirtschaft wurde das Budget auf 33 Millionen erhöht. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude wollte dafür keine Steuergelder eingesetzt sehen und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer verkündete siegesgewiss, dafür habe man "verschiedene Projekte in der Pipeline". (SZ 15.07.2010). Geschäftsführer Willy Bogner kündigte gar "einen siebten Hauptförderer" an und Fernsehspots, die die Olympiabegeisterten "zum Kauf von Fanpaketen animieren" sollten. (MM 02.08.2010) Genützt hat es wenig - selbst Horst Seehofers Forderung nach "mehr Patriotismus" anlässlich einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in Garmisch-Partenkirchen verhallte fast ungehört. Vier Millionen, immerhin, sind noch eingegangen. Auf sieben Millionen blieben die Gesellschafter aber sitzen. Und auf dem Problem, wer dafür aufkommen soll. Übrigens: Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) ist zwar mit 51 Prozent an der Bewerbungsgesellschaft beteiligt, muss aber keinen Cent zu den Bewerbungskosten beitragen. Olympische Solidarität? (asm)
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