Der Bergmischwald

Der häufigste und attraktivste Waldtyp im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist der Bergmischwald, der etwa bis in Höhen von 1450 Meter geht.  Er besteht im wesentlichen aus der flach wurzelnden Fichte, der Tanne, deren Wurzeln auch in schweren Boden tief eindringen, der Buche mit ihrer Herzwurzel und dem stabilen Bergahorn, der als einzige Baumart auch tiefes Einsanden in Reißen verträgt. Diese Baumarten ergänzen sich gegenseitig was den Nährstoffbedarf angeht. Das Kronendach ist rauh und hat die Fähigkeit viele Schadstoffe aus der Luft auszufiltern. Der Boden im Bergmischwald ist durch den Abfall der verschiedenen Nadeln und Blätter sehr fruchtbar. Hier findet man eine reichhaltige Krautschicht mit vielen Pflanzen die andernorts bereits verschwunden sind. 

Bergmischwald ist äußerst unempfindlich gegen Wetterunbilden aller Art und gegen Insektenschäden. Er verhindert wirksam Lawinen und Steinschlag. In den Nadeln und Blättern bleiben bis zu vierzig Prozent der Niederschläge hängen und verdunsten dort wieder ohne Schaden anzurichten. Der Unterboden nimmt das Wasser gut auf und gibt es verzögert wieder ab. So werden Hochwasser abgemildert und Trockenheit vermieden.
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