Partnachklamm

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Die Partnachklamm ist genau 702 Meter lang und ihre Wände türmen sich über 80 Meter hoch. Sie ist ganzjährig begehbar. Seit Ende des 18. Jahrhunderts, bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts trifteten die Partenkirchner ihr Brennholz aus dem Reintal ins Tal. Die Arbeit in der Klamm war lebensgefährlich und einige Marterl in der Wildenau zeugen vom Unfalltod beim Triften. Die Klamm wurde 1912 durch den Alpenvereinsvorsitzenden Adolf Zoeppritz touristisch erschlossen. Dieser Steig löste den alten Triftsteig ab, der 1886 vom Forstamt gebaut wurde.
1949 war die Partnachklamm ernsthaft bedroht. Damals wollte die Marktgemeinde und örtliche Kraftwerksbesitzer am hinteren Ende der Klamm eine 110 Meter hohe Staumauer zur Stromgewinnung bauen, die das Reintal und das Ferchenbachtal in einen riesigen Stausee verwandelt hätte. Bund Naturschutz,  Volkstrachtenverein Werdenfelser Heimat, Alpenverein, die sich gegen das "Kraftwerk Werdenfels" wandten wurden als "Gegner jeglichen Fortschritts" und "Geister die nur Verneinen" diffamiert. Gottseidank konnte das "Verlegenheitsobjekt", wie es in einer erregten Kreistagssitzung genannt wurde abgewendet werden.
Für den engagierten Naturschützer ist es interessant, wie die damaligen Argumente der Befürworter denen ähneln die man heute hört, wenn man sich gegen einen umweltfeindlichen Eingriff wehrt.
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