Der Wehrmachtsstandort Garmisch-Partenkirchen

 

 

Kriegseinsätze und Kommandeure
der in Garmisch-Partenkirchen stationierten Wehrmachtstruppen

 

Zuverlässige Auskunft über die Rolle, die die 1. Gebirgs-Division der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg von 1939 bis 1945 auf allen Kriegsschauplätzen gespielt hat, gibt die Untersuchung von

Hermann Frank Meyer, Blutiges Edelweiß. Die 1. Gebirgs-Division im Zweiten Weltkrieg (Berlin 2008, 800 S.)

Aus dem Klappentext dieses Buches: "Das Edelweiß war das Erkennungszeichen der 1. Gebirgs-Division der Wehrmacht, einer Elitetruppe, um die sich bald ein Mythos rankte. Noch jahrzehntelang galt das Edelweiß als Symbol »besten deutschen Soldatentums im Frieden und im Krieg«. In solcher Traditionspflege kamen die von der 1. Gebirgs-Division und dem übergeordneten XXII. Gebirgs-Armee-Korps während des Zweiten Weltkriegs verübten Kriegsverbrechen nicht vor, etwa die Ermordung Tausender jugoslawischer, griechischer und albanischer Zivilisten als Racheaktion nach Partisanenangriffen oder das Massaker an über 2000 italienischen Kriegsgefangenen auf Kefalonia. Nach über 15 Jahren intensiver Recherche in Archiven und bei Zeitzeugen legt Hermann Frank Meyer jetzt erstmalig eine ungeschminkte Gesamtgeschichte der »Edelweiß«-Gebirgsjäger vor: von den ersten Einsätzen im Polen- und Frankreich-Feldzug über den Vorstoß in den Kaukasus, die Verbrechen in Südosteuropa bis hin zu den Nachkriegskarrieren von Gebirgsjägern in der Bundeswehr. Zugleich wird in diesem Buch auch der Lebenslauf von Hubert Lanz, dem ehemaligen Kommandeur dieser Division, geschildert. Im Nürnberger Prozeß als Kriegsverbrecher verurteilt, brachte er es später zum wehrpolitischen Berater der FDP und wurde Mitbegründer des bis heute existierenden Traditionsvereins »Kameradenkreis der Gebirgstruppe«."

 

Die folgenden zwei Texte geben eine knappe Übersicht über die Einsätze des Gebirgsjägerregiments 98 und des Gebirgsartillerieregiments 79 im Zweiten Weltkrieg. Sie sind dem "Lexikon der Wehrmacht" http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/inhaltsverzeichnis1.htm entnommen:


Gebirgsjägerregiment 98

"Das Gebirgsjäger-Regiment 98 wurde am 12. Oktober 1937 im Wehrkreis VII aufgestellt. Der Stab vom Regiment wurde in Mittenwald, im Wehrkreis VII, stationiert. Das I. Bataillon vom Regiment entstand durch die Umbenennung vom I. Bataillon des Gebirgsjäger-Regiment 99 und wurde in Garmisch-Partenkirchen, ebenfalls Wehrkreis VII, stationiert. Das II. Bataillon vom Regiment entstand durch die Umbenennung vom II. Bataillon des Gebirgsjäger-Regiment 100 und wurde in Lenggries, ebenfalls Wehrkreis VII, stationiert. Das Regiment unterstand nach der Aufstellung der Gebirgs-Brigade. An der Besetzung Österreichs nahm das Regiment nicht teil, es sicherte den mittleren und westlichen Teil des deutschen Alpenraumes. Ab dem 9. April 1938 unterstand das Regiment der 1. Gebirgs-Division. 1938 wurde auch ein III. Bataillon beim Regiment aufgestellt. Dieses Bataillon entstand aus Abgaben des ganzen Regiments und wurde beim Stab in Mittenwald stationiert. Ebenfalls 1938 wurde ein Ergänzungs-Bataillon beim Gebirgsjäger-Regiment 98 aufgestellt und in Memmingen, ebenfalls Wehrkreis VII, stationiert.

Im Oktober 1938 wurde das Regiment zum Einmarsch in die Tschechoslowakei bereitgestellt, zum Einsatz kam es nicht. Am 5. September 1939 überschritt das Regiment vom slowakischen Presow aus ostwärts der Hohen Tatra ohne Feindeinwirkung die deutsch-polnische Grenze. Auch am 6. September 1939 kam es zu keiner Feindberührung. Auch im weiteren Vorgehen kam es zu keinem nennenswerten Widerstand, so dass Marschleistungen von bis zu 60 km am Tag zu Stande kamen. Am 11. September wurde der Straßenknotenpunkt Sambor eingenommen. Westlich der Seenenge von Grodek kam es zur Einkesselung dreier polnischer Divisionen, die bis zum 18. September 1939 aufgerieben wurden. Am 20. September 1939 traf das Regiment bei Lemberg auf russische Truppen, die im Zuge des Hitler-Stalin-Paktes Ost-Polen besetzten. Der geplante Angriff auf Lemberg fand daher nicht statt und das Regiment marschierte wieder nach Westen. Doch statt in die Friedensstandorte verlegte das Regiment ins Rheinland. Das Regiment wurde in der Eifel und im Ahrtal untergebracht.

Am 9. Mai 1940 wurde das Regiment an die Grenze vorverlegt. Durch Luxemburg und Belgien marschierte das Regiment ab dem 10. Mai 1940 nach Frankreich. Bis zum 13. Mai 1940 hatte das Regiment, ohne jede Feindberührung, die Gegend von St. Hubertus erreicht. Am 14. Mai 1940 erreichte das Regiment die Maas, welche am 15. Mai bei Fumay und Revin überschritten wurde und dann auf Rocroi vorgestoßen wurde. Über Rocroi stieß das Regiment auf Hirson vor. Nach weiteren Gewaltmärschen wurde am 18. Mai 1940 ein Ruhetag eingelegt. Am 19. Mai 1940 wurde die Marschrichtung nach Südwesten geändert auf den Oisne-Aisne-Kanal zu. Am 19. Mai 1940 wurde die Gegend von Vervin und am 20. Mai 1940 der Oisne-Aisne-Kanal. Hier richtete sich das Regiment zur Verteidigung ein. Dabei bezog das Regiment zusammen mit dem zugeteilten MG-Bataillon 2 eine Reserve-Stellung bei St. Gobain. Auch beim Angriff über den Kanal blieb das Regiment am 5. Juni 1940 in Reserve. Am 6. Juni 1940 ging der Angriff in Richtung Aisne weiter, am 7. Juni 1940 wurde ein Ruhetag eingelegt. Am 7. Juni 1940 bezog das Regiment seinen Bereitstellungsraum zum Übergang über die Aisne. Am 8. Juni 1940 wurde diese überschritten und am 9. Juni 1940 konnte erneut zur Verfolgung des Gegners angetreten werden. Am Abend des 9. Juni 1940 wurde der kleine Flußlauf des Ourcq erreicht. Am nächsten Tag ergaben sich große Teile des vor dem Regiment liegenden Feindes, so dass zur schnellen Verfolgung übergegangen wurde. Am 15. Juni 1940 wurden Louan und Provins genommen und St. Colombe erreicht. Bei Gien wurde die Loire überschritten. Am 19. Juni 1940 wurde die Cher-Brücke bei Quincy genommen. Am 21. Juni 1940 wurde ein Ruhetag eingelegt. Am 22. Juni wurde das Regiment auf Kfz verladen und in den Raum Lyon verlegt. Das gebiet um die Stadt wurde am 25. Juni erreicht. Hier ging das Regiment nach der französischen Kapitulation zur Ruhe über. Am 5. Juli 1940 verlegte es dann an die Schweizer Grenze in den Raum Jougne, Neufs, Les Hopitaux und Vaux. Im August 1940 wurde das Regiment in den Raum Arras verlegt. Dort wurden Verlade-Übungen zur Vorbereitung der Landung in England durchgeführt. Ende Oktober 1940 verlegte das Regiment in den Raum Besancon auf den Truppenübungsplatz Le Valdahon. Hier wurden die Truppen für das Unternehmen "Felix", die Eroberung Gibraltars, zusammengezogen.

Doch zu Beginn des Jahres 1941 wurde die geplante Eroberung aufgegeben, alle Vorbereitungen waren umsonst geween. Ende März 1941 wurde das Regiment nach Osten in Marsch gesetzt. Bis zum 8. April 1941 waren alle teile des Regiments im Versammlungsraum beiderseits der Drau zwischen Völkermarkt, Bleiburg und St. Paul erreicht. Am 6. April 1941 begann der Angriff auf Jugoslawien. Zu dieser Zeit befanden sich große Teile der 1. Gebirgs-Division noch auf dem Transport, so dass das Regiment vorerst noch in seinem Bereitstellungsraum blieb. Erst am 9. April 1941 konnte das Regiment zum Angriff antreten. Es stieß mit der Masse der Division dem vorstürmenden Gebirgsjäger-Regiment 99 hinterher, ohne zum Einsatz zu kommen. Am 13. April 1941 endete der Vormarsch des Regiments. Es wurde auf Cilli zurückgenommen, nachdem die jugoslawischen Streitkräfte kapituliert hatten. Anschließend wurde das Regiment an den Wörther See verlegt und lag dort zwei Wochen in Ruhe. Anschließend wurde das Regiment mit der Bahn durch die Slowakei an die polnische Grenze verlegt.

Bis zum 20. Juni 1941 bezog das Regiment seinen Bereitstellungsraum an der deutsch-russischen Demarkationslinie im Raum Dzikow in Ostgalizien. Am 22. Juni 1941 stieß das Regiment auf russischen Boden vor. Und schon am ersten Tag kam es zu heftigen Kämpfen im Grenzbereich.

Am 23. Juni 1941 wurde der Angriff fortgesetzt. Das Regiment erreichte die Straße Jazow Stary - Niemirow. Am 25. Juni 1941 kam es zu russischen Panzerangriffen gegen das Regiment. Bis zum 29. Juni 1941 wurde der Raum um Lemberg erreicht, wo das Regiment 1 1/2 Jahre vorher schon einmal stand. Lemberg wurde von den Russen kampflos geräumt und das Regiment marschierte am 30. Juni 1941 in die Stadt ein. Hier konnte das Regiment drei Tage zur Ruhe übergehen. Am 4. Juli 1941 marschierte das Regiment dann über Winniki nach Südwesten in Richtung Husiatyn. Bis Mitte Juli wurde die Stalin-Linie erreicht. Es gelang, Teile des Regiments beim Ort Galusinzy in einem gedeckten Bachgrund hinter die russischen Verteidigungsstellungen zu führen und die russischen Stellungen von Rückwärts aufzurollen. Nach diesem Durchbruch stieß das Regiment wieter auf Winniza vor. Am 18. Juli 1941 abends wurden die beiden Brücken bei Winniza erreicht und den westlich des Bug stehenden russischen Truppen der Rückweg abgeschnitten. Trotzdem gelang es großen Truppenteilen, über den Bug zu entkommen. Die deutschen Kräfte waren eben damals schon zu schwach. Das Regiment mußte sich schwerer russischer Gegenangriffe erwehren, hielt aber seine Stellungen. Im Anschluss an die Schlacht um Winniza kam es zu Verfolgungskämpfen in Richtung auf Uman. Die russischen Truppen entzogen sich dem Kampf durch den planmäßigen Rückzug in die russische Tiefe. Am 2. August 1941 konnte das Regiment bei Ternowka den Anschluss an die 9. Panzerdivision und die 4. Gebirgs-Division gewinnen. Um das eingeschlossene Podwyssokoje entbrannten schwere Kämpfe, bei denen es zu mehreren Ausbruchsversuchen der russischen Truppen kam. Die Schlacht zog sich bis zum 7. August 1941 hin. Nach ein paar Tagen Ruhe ging der Vormarsch in Richtung Donez weiter. Nach einigen mehr oder weniger schweren Gefechten bei Wladimirowka wurde der Dnjepr erreicht. In der Nacht zum 3. September 1941 gelang es Pionieren, eine Brücke über den Strom bei Berislaw zu schlagen. In der Nacht zum 9. September 1941 passierte das Regiment die Brücke und wurde im entstandenen Brückenkopf eingesetzt. Am 13. September stand das Regiment im Raum von Antonowka in der Nogaischen Steppe. Am 19. September 1941 wurde der Panzergraben von Timoschewka erreicht. Am 20. September 1941 erging der Befehl zum Angriff auf den Panzergraben, der stark verteidigt wurde. Es gelang dem Regiment, in die russischen Stellungen einzubrechen und diese zu durchbrechen, so dass der Marsch nach Südosten wieder aufgenommen werden konnte. Doch schon nach wenigen Stunden kam der Gegenbefehl: Das Regiment hatte nach Osten abzudrehen, um den bei Balki durchgebrochenen Feind zu zerschlagen. Bis zum 4. Oktober 1941 war diese Aufgabe durchgeführt. Weiter ging der Vormarsch in Richtung des ukrainische Industriegebiet von Stalino-Makejewka, wo es zu heftigen Gefechten kam. Erst am 21. Oktober 1941 waren die schweren Kämpfe um die Stadt beendet. In Gewaltmärschen rückte die 1. Gebirgs-Division bis Ende Oktober 1941 über Stepanowka, Amwrossijewka, Remowka und Dimitrijewka an den Mius vor. Dort lag das Regiment auch beim Wintereinruch und richtete sich zur Verteidigung ein. Ohne Winterbekleidung waren die Soldaten Temperaturen von bis zu - 40° ausgesetzt. Es kam zu zahlreichen Erfrierungen, darunter auch Todesfällen.

Im Januar 1942 hatten die Kompanien hatten noch eine durchschnittliche Stärke von 44 Mann. Es gelang dem Regiment, den Winter über seine Stellungen zu halten. Erst im Mai 1942 war das Regiment wieder zu offensiven Schritten bereit. Am 17. Mai 1942 begann der Angriff auf Barwenkowo, bei dem das Regiment die russischen Stellungen durchbrechen konnte und Barwenkowo einnehmen konnte. Dabei wurden im Bereka-Tal drei russische Armeen eingeschlossen und bis zum 29. Mai 1942 vernichtet. Ende Juni 1942 wurde Woroschilowgrad rechts und Starobielsk links liegend, der Donez bei Kramensk überschritten. Anschließend marschierte das Regiment in den Kaukasus. Am 5. August 1942 wurde der Don überschritten, in der Zeit vom 12. bis zum 21. August 1942 wurden die Hochpässe des Kaukasus zwischen dem Elbrus, Maruch, Bgala und Adsapsch-Paß genommen. Anschließend marschierte das Regiment über den Matruckkojpaß, den Klochorpaß (17. August 1942) und den Elbrus auf Ssuchum zu. Doch am Elbrus kam der Vormarsch zum Erliegen. Bis zum September 1942 nahm der russische Druck auf die deutschen Stellungen immer mehr zu. Nitte September 1942 wurde das Regiment aus der Hochgebirgsfront herausgezogen und über Maikop in den Pontischen Kaukasusu verlegt. Von hier aus sollte auf Tuapse und das Schwarze Meer durchgestoßen werden. Am 24. September 1942 begann der Angriff, drei Tage später wurde, nach zahlreichen Bunkerkämpfen, der Gunai-Berg genommen. Am 28. Oktober 1942 konnte der Ssemanschcho-Berg erobert werden, der Blick auf das Schwarze Meer war frei. Doch hier ging es nicht mehr weiter. Russische Truppen griffen die Gebirgsjäger an und fügten ihnen schwerste Verluste zu. Der Gipfel des Ssemanschcho wechselte mehrmals den Besitzer. Bis zum 13. Dezember 1942 konnten sich die Gebirgsjäger unter unverhältnismäßig hohen Verlusten halten, bevor ihnen vom OKW der Rückzug genehmigt worden war.

In der Nacht zum 23. Januar 1943 wurden die letzten Bergstellungen am Lyssaja geräumt. Das Regiment zog sich in den sich abzeichnenden Kuban-Brückenkopf zurück. Im Januar wurde der Kuban bei Ustj-Labinskaja überschritten. Am 31. Januar 1943 wurde die Goten-Stellung bezogen. Anschließend wurde bis zum 5. Februar die Hubertus-Stellung bezogen und ab dem 22. Februar 1943 die Poseidonstellung. Am 22. März 1943 wurde das Regiment aus der Front gezogen und auf die Krim übergesetzt. Mit der Bahn ging es von  hier aus auf den Balkan. Von Bulgarien aus zog das Regiment in die schwarzen Berge Montenegros, wo sie im April 1943 eintraf. Auf dem Balkan kam es zu schweren und heftigen Kämpfen mit Tito-Partisanen während der "Operation Schwarz" im Mai 1943. Am 16. Juni 1943 wurde das Regiment dann nach Griechenland verlegt. Das Regiment marschierte nach Skoplje und empfing dort Tropenbekleidung. Anschließend verlegte das Regiment in den Raum von Epirus. Auch hier kam es wieder zu Partisanen-Einsätzen. Nach der Kapitulation Italiens setzten Teile des Regiments auf die von italienischen Truppen gehaltene Insel Kefalonias über. Was dort geschah, zu welchen Abscheulichkeiten es dort kam, lesen Sie hier! Im Dezember 1943 wurde das Regiment in Bosnien und Kroatien wieder gegen Partisanen eingesetzt.

Im März 1944 verlegte das Regiment nach Ungarn, um den Abfall des einstigen Bündnispartners zu sichern. Bis zum 31. März wurde Ungarn vollständig besetzt. Anschließend kehrte das Regiment wieder nach Griechenland zurück. Bis zum 20. Juli kam es erneut zu Partisaneneinsätzen. Im Zuge des allgemeinen Rückzuges wurde Griechenland geräumt. Anschließend wurde das Regiment erneut in Montenegro gegen Tito-Partisanen eingesetzt. Im September 1944 wurde das Regiment zwischen Vlasotine und Zajecar auseinander gezogen eingesetzt. Bis Mitte Oktober 1944 zog das Regiment über Pozarevac in den Raum südlich von Belgrad. Das Regiment wurde hinter die Morava zurückgezogen. Das Regiment wurde in Belgrad eingekesselt. Am 18. Oktober begann der Ausbruch der eingekesselten Truppen und die russischen Linien wurden unter enormen Verlusten durchbrochen. Nach dem Ausbruch wurden die Reste des Regiments notdürftig aufgefüllt und von November 1944 bis März 1945 zwischen Drau und Plattensee eingesetzt. Nach den schweren Kämpfen am Plattensee musste sich die 1. Volks-Gebirgs-Division in die Steiermark zurückziehen. Am 9. Mai 1945 ging das Regiment in amerikanische Gefangenschaft, die Soldaten kamen in das Kriegsgefangenenlager von Mauerkirchen."

 

Regimentskommandeure:

Oberst Ferdinand Schörner (1939) - Juni 1940

Oberst Egbert Picker 27. September 1940 - August 1942

Major Josef Salminger August 1942 - Oktober 1942 m.F.b. - Mittenwald

Major Dr. Erich Lawall Oktober 1942 - Dezember 1942 m.F.b.

Major Karl Eisgruber Dezember 1942 - April 1943 m.F.b.

Oberst Josef Salminger April 1943 - 1. Oktober 1943

Oberstleutnant Harald von Hirschfeld Oktober 1943 - August 1944

Major Alois Eisl (1944) - Oktober 1944 m.F.b.

Oberstleutnant Karl Eisgruber Oktober 1944 - (1945)

Oberst Karl Eisgruber (1945) - Kapitulation

 

Quelle: http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Gebirgsdivisionen/GebDiv1.htm


Gebirgs-Artillerie-Regiment 79

"Das Gebirgs-Artillerie-Regiment 79 wurde am 6. Oktober 1936 in Garmisch-Partenkirchen, im Wehrkreis VII, aufgestellt. Die I. Abteilung entstand aus der I./Gebirgs-Artillerie-Regiment 69 und wurde ebenfalls in Garmisch-Partenkirchen stationiert. Die III. Abteilung wurde dagegen in Sonthofen, ebenfalls Wehrkreis VII, stationiert. Die IV. Abteilung wurde in Murnau, ebenfalls Wehrkreis VII, stationiert. Das Regiment unterstand der 1. Gebirgs-Division. Im März 1938 nahm das Regiment am Einmarsch in Österreich teil, im Oktober 1938 dann Teilnahme an der Besetzung des Sudetenlandes. Am 21. August 1939 musste die II. Abteilung im Rahmen des Aufbaus des Heeres eine Personal-Batterie an das Gebirgs-Artillerie-Regiment 111 abgegeben werden. Während des Polenfeldzuges stieß das Regiment im Verband mit dem XVIII. Gebirgs-Armeekorps aus der Slowakei über Presov - Gorlice - Zmigrod auf Dukla vor. Von hier ging es dann über Sanbor nach Lemberg. Nach dem Polenfeldzug verlegte das Regiment in den Westen. Im Mai1940 stieß es durch Belgien zum Oisne-Aisne-Kanal vor. Hier wurde nach Süden abgedreht, die Aisne überschritten, Soissons durchquert und die Marne bei Château Tierry überschritten. Über Nogent sur Seine und die Loire stieß das Regiment bis in den Cher-Abschnitt bei Bourges vor. Am 29. November 1940 wurde die I. Abteilung an das Gebirgs-Artillerie-Regiment 95 abgegeben, die III. Abteilung wurde neue I. Abteilung. Neue III. Abteilung wurde die leichte Artillerie-Abteilung 745. Im April 1941 nahm das Regiment am Jugoslawien-Feldzug teil. Dafür stieß es über Windischgrätz und Cilli auf Bihac vor. Ab Juni 1941 dann Teilnahme am Russlandfeldzug. Aus dem Raum Przemysl marschierte das Regiment nach Shitomir. Vor Winniza unterstützte das Regiment den Durchbruch durch die Stalinlinie. Der 15. Juli 1941 wurde zum Großkampftag, bei dem das russische Befestigungssystem durchbrochen werden konnte. Weiter ging es über Winniza, Gaissin und Uman bis zum Dnjepr. Der Fluss wurde bei Berislaw überschritten, es kam zu Kämpfen in der Nogaischen Steppe und am Panzergraben vor Timoschewka. Am 3. Oktober 1941 wurde die leichte Artillerie-Abteilung 745 als neue III. Abteilung unterstellt. Im November 1941 kam es zu Gefechten um Stalino und am Mius. Im Frühjahr 1942 stieß das Regiment über Ssamara, Barwinkowa und Gusarowka in den Raum südlich von Charkow vor, der im Juni erreicht wurde. Bei St. Sawinzi wurde der Donez überschritten und über Isjum und Taganrog wurde Rostow erreicht. Im Sommer 1943 kämpfte das Regiment im Kaukasus bis nach Tupase, den Elbrus und Ordschonikidse. Hier begann im Januar 1943 der Rückzug in den Kuban-Brückenkopf, in dessen Abschluss das Übersetzen auf die Krim. Im April 1943 wurde das Regiment über See und per Eisenbahn über Rumänien auf den Balkan verlegt. Das Regiment wurde dann bis 1945 auf dem Balkan eingesetzt, unter anderem in Montenegro, Novi Pazar, Sarajewo, Ungarn und bei Nish. Im Oktober 1944 zog sich das Regiment nach Belgrad zurück. Nach der Einkesselung und schwerer Kämpfe am Avala-Berg gelang es den Resten zur Drau. Im März 1945 wurde das Regiment südlich des Plattensees eingesetzt, bis es in die Reichsschutzstellung zwischen Raab und Eisenberg eingesetzt wurde. Nach der Kapitulation zogen die Reste des Regiments über die Enns in amerikanische Gefangenschaft.

Für die Ersatzgestellung des Regiments war die Gebirgs-Artillerie-Ersatz-Abteilung 79 zuständig. Für die schwere Abteilung war die Artillerie-Ersatz-Abteilung 63 zuständig."

 

Regimentskommandeure:

Oberst Karl Wintergerst (1937) - Oktober 1940 - zeitweise auch Standortkommandant in Garmisch-Partenkirchen, Kommandeur der Artilleriekommandos 132 beim „Sturm auf Lemberg" am 30. Juni 1941

Oberst Max Winkler (1941) - März 1942

Major Peter von Le Fort März 1942 - Mai 1942 m.F.b. - Teilnehmer am Kapp-Putsch 1920, Generalsekretär der IV. Olympischen Winterspiele Garmisch-Partenkirchen 1936

Oberst Heinz Sommer (1942) - (1943)

Oberstleutnant Walter Große-Leege (1943) - September 1943 m.F.b.

Oberst Hermann Will September 1943 - Oktober 1944

Major Franz Wagner Oktober 1944 - Dezember 1944 m.F.b.

Oberstleutnant Peter von Le Fort Dezember 1944 - Januar 1945 - s.o.

Major Hans Backofen Januar 1945 - April 1945

Major Franz Wagner April 1945 - Kapitulation

Quelle: http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Gebirgsdivisionen/GebDiv1.htm


 

© Alois Schwarzmüller 2009

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