1936 - Anmerkungen zu den Olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen

 

 

 

 

„.. den Ring der Gräuelpropaganda sprengen…“ –

Die Winterspiele 1936 als Instrument der NS-Propaganda

 

Gerd Rühle, Das Dritte Reich - Olympische Spiele 1936

 „… Nach jahrelanger unermüdlicher Vorbereitungsarbeit galt es also, … das neue Deutschland zu zeigen, wie es wirklich ist, und sie (die Besucher) durch die gewaltige Demonstration der Olympischen Idee nicht nur in ihrem Willen zum Frieden, sondern auch in der Überzeugung zu stärken, dass das nationalsozialistische Deutschland aus tief innerstem Glauben an einen ehrenhaften, kameradschaftlichen Völkerfrieden die Rolle des Veranstalters der festlichen Wochen übernahm… Ein Organisation, wie sie die Welt bisher noch nicht gesehen hatte, und eine makellose sportliche Auffassung sollten den Sieg dieses olympischen Gedankens über das wilde Kriegsgeschrei einer vergifteten Welt und zugleich den Sieg der Wahrheit über die deutschfeindliche Hetzpropaganda in allen Ländern der Erde erringen...

Als Auftakt der Winterolympiade fand … am 4. Februar ein offizieller Presseempfang des Organisationskomitees statt, bei dem Staatssekretär Funk im Namen der Reichsregierung die Besucher des Auslandes bat, das nationalsozialistische Deutschland mit offenen Augen so zu sehen, wie es wirklich ist, und nicht so, wie eine internationale Hetzpresse es glauben machen möchte...

Ritter von Halt: Wir Deutschen wollen der Welt auch auf diese Weise zeigen, dass wir die Olympischen Spiele getreu dem Befehl unseres Führers und Reichskanzlers zu einem wahren Fest des Friedens und der aufrichtigen Verständigung unter den Völkern gestalten werden.“

Aus: Gerd Rühle, Das Dritte Reich. Dokumentarische Darstellung des Aufbaues der Nation. – Das vierte Jahr 1936 (Berlin 1937) S. 173 ff

 

© Alois Schwarzmüller 2006

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