Garmisch-Partenkirchen 1945-1949 - Die ersten Jahre nach Diktatur und Krieg

 

 

 

 

Entnazifizierung - Selbstreinigung oder Selbstbetrug?

Emmy Göring, geborene Emma Johanna Henny Sonnemann (*1893 in Hamburg, †1973 in München)  war eine deutsche Schauspielerin und zweite Ehefrau von Hermann Göring.

 

1948

Verfahren gegen Emmy Göring

"Mit großem Pomp wurde am 10. April 1935 die Hochzeit von Hermann und Emmy Göring gefeiert. Das Paar erhält 1937 verspätet als Geschenk von der deutschen Automobilindustrie die Yacht Carin II. Selbst die Geburt der Tochter Edda am 2. Juni 1938 wurde propagandistisch in Szene gesetzt. Ihre offizielle Anrede lautete „Hohe Frau“, sie führte mit ihrem Mann auf dem Anwesen Carinhall in der Schorfheide ein pompöses Leben im Stil einer aristokratischen Familie. Als die Opernsängerin Helene von Weinmann es nach der Hochzeit wagte, sich über ihre ehemalige, eitle Kollegin abfällig zu äußern („Diese Angeberin. Ich kannte sie schon, als sie noch nicht die Hohe Dame war und für 2,50 Mark und eine Tasse Kaffee zu haben war“), wurde sie misshandelt, inhaftiert und erst 1943 schwer krank entlassen. Emmy Göring fungierte, weil Adolf Hitler unverheiratet war, als „Hohe Frau“ des Deutschen Reiches während des Nationalsozialismus; nur Magda Goebbels machte ihr oft den „Titel“ streitig. Sie selbst spielte in der Politik keine bedeutende Rolle.

Nach dem Kriegsende wurde sie zusammen mit Edda von den Amerikanern festgenommen und 1948 vor der Spruchkammer Garmisch-Partenkirchen als aktive Nationalsozialistin eingestuft und zu 30 % Vermögenseinzug, ein Jahr Arbeitslager und fünf Jahren Auftrittsverbot verurteilt. Zu ihren Gunsten sagte auch der frühere Schauspielkollege Gustaf Gründgens aus."

http://de.wikipedia.org/wiki/Emmy_Göring

 

 

© Alois Schwarzmüller 2015

Zurück zur Startseite