Garmisch-Partenkirchen 1945-1949 - Die ersten Jahre nach Diktatur und Krieg

 

 

 

Entnazifizierung - Selbstreinigung oder Selbstbetrug?

 

1933

Dr. Johannes Müller, Adolf Hitler und seine Gegner

Aus: Johannes Müller, Vom Werden eines Volkes. Drittes Heft des Bandes 35 der Grünen Blätter (Verlag der Grünen Blätter Elmau 1933) S. 148-157

 

"Es ist nicht verwunderlich, daß mein Bekenntnis zur na­tionalen Revolution und ihrem Führer große Verwunderung hervorgerufen hat, sowohl in den Kreisen meiner „Anhänger", als noch viel mehr unter denen, die nichts von mir wissen und nichts von mir wissen wollen, außer was sie mit ihrer Be­schränktheit und Phantasie sich ausgedacht haben. Die letz­teren mögen mich weiter für den Antichristen, als der ich schon um die Jahrhundertwende proklamiert wurde, oder sonst etwas halten. Die Anhänger aber beweisen mit ihrem Erstaunen nur, daß sie mich nicht verstehen, wenn ich lebe, was ich lehre. Es kann kaum jemand in die Sphäre meiner Wirksamkeit treten, ohne zu hören, daß die erste Vorbe­dingung für ein fruchtbares, gelingendes, erfüllendes und be­glückendes Leben die positive Haltung zu allen Ereignissen, Verhältnissen und Lebensansprüchen ist, weil sie zu einer schöpferischen Synthese mit ihnen führt. Wir müssen uns auf den Boden des Gegebenen, Vorhandenen und Vorkom­menden stellen und gläubig, freudig, willig, sachlich gerichtet und selbstlos entschlossen unter allen Umständen bei dem, was vorliegt, dem Leben dienen, selbstvergessen auf das Le­ben eingehen, um Organ des lebendigen Willens Gottes zu werden, der uns in allem, was geschieht, anspricht und bean­sprucht.

Das habe ich getan, rücksichtslos, radikal, ganz und gar, als Adolf Hitler die Führung des deutschen Volkes übernahm und alle zur Beteiligung an dem großen Werk der Erneuerung unsers Volks aufrief. Das kommt nun vielen so merkwürdig vor, daß sie bereit sind, an meinem Charakter zu zweifeln, wenn ich mich nicht für diese Bekehrung auf ein Mirakel berufen kann, das eine solche Wendung rechtfertigt. Damit kann ich ihnen leider nicht dienen. Das Ereignis, das mich ansprach und in Anspruch nahm, ist aber Wunder genug, wie alle Lebensansprüche, so geringschätzig man sie behandelt. Alle diese Argwöhner können aber an diesem einen Beispiel erkennen, wie fruchtbar Hingabe und Gehorsam gegenüber jedem Augenblick Gottes sind. Denn das letzte Heft hat ihnen eine ganze Schale Früchte von dem, was mir gegeben wurde, gebracht. Unzähligen haben sie zum Leben gedient, zur Klä­rung und Handreichung, zur Meisterung ihres Schicksals und zur Stärkung der Zuversicht, Hoffnung und Lebenslust.

Man stelle sich nur einmal vor, daß das ganze Volk so selbstvergessen und rücksichtslos auf die nationale Neuord­nung eingegangen wäre wie ich. Dann hätten wir einen Früh­ling unsers Volks erlebt, wo überall neues Leben gesproßt wäre und eine Wiedergeburt unsers Volks sich wie die Erneuerung der Natur im Lenz in Einklang und Eintracht schöpferisch von selbst vollzogen hätte. Alles, worüber man nörgelt und klagt, wäre dann nicht geschehen. Alle Gewalt wäre überflüssig gewesen. Alle inneren Widerstände, die ganze Mentalität der Vergangenheit, die Gebundenheiten im Bis­herigen, die Verkehrtheiten des Sinns und der Instinkte hät­ten sich gelöst in diesem völkischen und menschlichen Er­lebnis unter einer Offenbarung der Gemeinschaft aller mit­einander und einem ergreifenden Sicherkennen als Brüder eines einigen Volks.

Darum sind im Grunde an allem, was man beklagt und anklagt, die Ankläger selbstmit schuld. Alles das war nur Notwehr und Notschutz gegen Argwöhnische, Wider­willige und Feindselige. Es war unerläßliche Sicherung und Befestigung der Neugründung gegen ihre Widersacher und die Dämonie des Verderbens, gegen Eigensinn, Egoismus und Verbohrtheit, gegen Verstockung und Versagung, gegen Un­terwühlung und Überfälle aus dem Hinterhalt. Die Gleich­schaltung war doch nur und zwar in dem Maße nötig, als das Volk nicht in Einklang und Eintracht war. Sie suchte die Einheitlichkeit wenigstens an allen maßgebenden Stellen her­zustellen und das Widereinander in der äußerlichen Ordnung der Dinge in der Begierung, Verwaltung und Betreuung des Volks zu beseitigen. Wenn der Widerstand nicht nachläßt, sich wendet und in das schicksalhafte Werden des deutschen Volks einwilligt, muß er gebrochen werden. Das geht nur mit Gewalt und unter Schmerzen und bringt unvermeidlich Bedrückungen, Störungen, Schädigungen und Vernichtungen von Existenzen mit sich. Denn die Durchführung des na­tionalen Werks ist oberstes Gesetz. Sie darf durch nichts auf­gehalten werden, sondern muß rücksichtslos geschehen.

Das möchte ich allen, die widerwillig, grollend oder rach­süchtig beiseite stehen, eindringlich zu Gemüte führen. Mö­gen sie noch so sehr überzeugt sein, daß das Heil für Deutschland im Liberalismus, Demokratie und Marxismus gegeben war, so müssen sie jetzt ihre Überzeugung fahren lassen. Wir müssen den Weg gehen, auf den wir jetzt gestellt sind. Es gibt auf der Welt keine allein seligmachenden Wege. Denn Gott hat Wege allerwegen. Was der rechte Weg ist, erweist jeweils nicht Glaube und Erkenntnis, sondern das schicksal­hafte Geschehen, d. h. die selbstherrliche Führung Gottes. Er hat Gericht gesprochen über die Welt. Wir müssen also unter allen Umständen aus dem heraus, was gerichtet ist, wenn wir nicht unter den Trümmern begraben werden wollen. Und er hat uns einen Ausweg gezeigt und geführt. Also müssen wir ihn gehen. Wer sich dem weigert, weigert Gott den Ge­horsam. Das ist noch schlimmer als Volksverrat. Wir haben nicht zu entscheiden und Parole zu geben, wenn Gott durch Ereignisse gesprochen und entschieden hat.

Wir haben nur zu gehorchen. Die Situation ist dieselbe wie im Krieg. Als er ausbrach, verstummte die Debatte über das Problem des Kriegs, über Anlässe und Ursachen der aus­brechenden Katastrophe. Die Gegensätze der politischen, so­zialen und geistigen Standpunkte gingen unter. Die persön­lichen Verhältnisse und Schicksale traten in den Hintergrund. Alle, die brauchbar waren, zogen hinaus oder sprangen in die Lücken ein, und die Kriegsdienstverweigerer gingen über die Grenze. Alle Deutschen standen einheitlich geschlossen zu­sammen. Alle unsauberen und gemeinen Dinge, die daheim und draußen vorkamen, konnten die Hingabe und den Opfer­mut nicht beeinträchtigen. Die Kritik an den Zuständen der Etappe und der Heimat, die Entrüstung über Schieber da­heim und Schmarotzer draußen, Kriegsgewinnler im Lande und Streber im Felde, über Geltungstrieb und Sadismus gegenüber Untergebenen und Wehrlosen und über die un­menschlichen Existenzbedingungen und Anforderungen an der Front konnten die Treue und Disziplin nicht erschüt­tern. Auch die Verschiedenheit der Meinungen über die Aussichten des gewaltigen Ringens, über die äußere und innere Politik und ihre Träger, über Strategie und Taktik, über Maß­regeln und Wege des nationalen Kampfs ums Dasein hatten da nichts zu bedeuten: alle setzten ihr Leben ein. Man hätte jeden für verrückt gehalten, der gesagt hätte, er mache nicht mehr mit, wenn hier seine Ansicht nicht zur Geltung käme. Jetzt handelt es sich aber um noch Größeres: ganz auf uns selbst gestellt, unter Feinden ringsum, ein Volk zu wer­den, einig, lebendig, organisch verfaßt und erneuert an Leib und Seele, in einem gesunden Heim und gedeihlichen Ge­dinge, wo Familienleben, Brot und Land, Arbeit und natur­gemäßes Leben für jeden vorhanden ist. Da heißt es für alle: mitarbeiten, und keiner darf den Dienst verweigern, der sich Deutscher nennt.

Das Fruchtbarste der positiven Einstellung zu der nationa­len Erhebung war für mich die Empfänglichkeit für das Ge­schehen und den Führer. Es war eine reine Offenbarung des Wesentlichen, Grundlegenden und Entscheidenden, des in­nerlich Notwendigen und organisch Folgenden. Da bewährte sich wieder einmal die jahrzehntelange Erfahrung auf allen Gebieten des Lebens: Man versteht etwas nur, wenn man sich überzeugen lassen will, wenn man sein Urteil zurückhält und aufgeschlossen und unbefangen darauf eingeht. Denn dann hat man allein die Aussicht, eine unmittelbare Fühlung mit der Wirklichkeit zu gewinnen und sie sich zu erschließen.

Adolf Hitler ist Organ und Werkzeug Gottes in dieser Zeiten­wende, der von Gott bevollmächtigte Führer, der das deut­sche Volk vor dem Untergang retten und seinen Bestand neu begründen soll, damit das deutsche Wesen genesen und sich schöpferisch entfalten, und der Volkskörper in lebendiger Ver­fassung seiner Glieder nach den Gesetzen der Natur und der Wahrheit gesunden, wachsen, blühen und gedeihen kann, und das deutsche Volk so seiner herrlichen Heimat froh werde. Das ist das, was Hitler Grundlage und Haltung, Art und Richtung gibt, was ihn empfänglich macht und befähigt, Klarheit und Weisheit von Gott zu empfangen und ursprüng­lich, d. i. in Kraft des Urhebers seiner Sendung das ihm an­vertraute Werk zu vollbringen.

Ich bitte mich nicht falsch zu verstehen: ich sage, er ist Organ und Werkzeug, wirklich, echt, ursprünglich, wesen­haft. Er bildet sich das nicht ein, sondern es west, waltet und wirkt objektiv in ihm. Er weiß und fühlt es, aber auf Grund von Erfahrung, die nicht von ihm stammt und nicht von die­ser Welt ist. Er fühlt es wie der Verwundete den Schmerz. Aber nicht das Gefühl trägt und begabt ihn, gibt ihm Sicher­heit und Glauben, sondern das Ereignis seiner Erwählung, der höhere Wille. Aus dem Gefühl entspringt das Bewußt­sein der Verpflichtung und Verantwortung und ebenso die Empfänglichkeit für die Wirklichkeit jeder Situation, die ihn mit der Lösung, der Erfüllung der darin beschlossenen Aufgabe befruchtet. Aber Sendung, Same und Wirkens­kraft ist von Gott.

Wer die Möglichkeit des Menschen als Organ schöpferischen Geschehens praktisch kennt, der begreift allein die persön­liche Haltung und staatsmännische Führung Adolf Hitlers in ihrer Funktion und ihrem geschichtlichen Vorwärts, der versteht seine Äußerungen, Anordnungen und Maßregeln von innen heraus, aus der schöpferischen Tiefe. Damit ist keine Unfehlbarkeit gegeben. Trotz der „objektiven Richtung des Geistes" (Goethe), die allen Genies, d. h. allen für schöpfe­rische Einfälle und Impulse empfänglichen Menschen gemein­sam ist, leuchten die unmittelbaren Klarheiten doch in der subjektiven Atmosphäre auf. Und trotz des Versinkens des Ichs und dessen, was ihm anhaftet, im Augenblick der Ergrif­fenheit von dem, was vorliegt oder vorkommt, macht sich in der Auffassung und Ausführung die menschliche Eigen­tümlichkeit und Geistigkeit in ihrer Art und Bedingtheit gel­tend. Aber solchen Menschen muß alles zum Besten dienen, denn sie unterstehen nicht nur dem Befehl, sondern auch der Kritik der höheren Macht, die ebenso unmittelbar über sie kommt wie Weisung und Offenbarung.

Man würde von alledem noch einen viel deutlicheren Ein­druck gewinnen, wenn nicht die Anordnungen und Ausfüh­rungen im einzelnen und ganzen von der Kongenialität der Mitarbeiter und Unterführer abhingen. Hier ist die Quelle der Tragik, der kein Staatsmann von Gottes Gnaden entrinnt. Aber auch dieses Leiden ist, recht getragen und erduldet, ein Born des Lebens, der inneren Unabhängigkeit von Menschen und des ausschließlichen Sichverlassens auf die Wirksamkeit Gottes, die trotz aller Unzulänglichkeit und Verkehrtheit des Menschen doch zu Stand und Wesen bringt, was von ihm vollbracht werden soll.

Von diesem Eindruck aus, den ich nicht durch persönliche, sondern durch sachliche Fühlung vom Führer empfangen habe, wird man weder geblendet noch berauscht, sondern ge­winnt in Gespanntheit und Nüchternheit immer mehr Ver­ständnis für den nationalen Aufschwung und die grundlegende Neuordnung der völkischen Existenz auf allen Gebieten des Lebens. Man begreift aber auch viele unvermeidlichen Aus­wirkungen und Begleiterscheinungen, die das Anklagema­terial der Gegner des Führers und Hetzer gegen das national­sozialistische Deutschland bilden.

Über Unzähliges, was da vorgebracht wird, kann man ja nur lachen, weil die Biedermeier nur bemängeln, daß die Ret­tung Deutschlands sich nicht in tadellosen Formen und Um­ständlichkeiten der guten Gesellschaft vollzieht, und ganz andere Maßstäbe für Verdienste und Würdigkeit angewendet werden, als sie bisher üblich waren, daß es ernst wird, nicht nur im Nationalen, sondern auch im Sozialen, und daß man bei der Überwindung der ungeheuren Nöte nicht vor radi­kalen Maßregeln zurückschreckt. Das Abschiednehmen von der alten Bürgerlichkeit und Rangordnung wird den Betroffenen entsetzlich schwer, und die notgedrungene Rückkehr zur Einfachheit, Bedürfnislosigkeit und Natürlichkeit ver­stört manche mehr, als sie das erwachte nationale Leben freut. Auch glauben viele, daß es ihre Aufgabe sei, die wirk­lichen oder scheinbaren Härten, Ungerechtigkeiten und Ver­kehrtheiten festzustellen und mit ihrem Wehgeschrei zu be­gleiten. Diese Kritiker aus Geltungstrieb, die immer ankrei­den müssen, wenn sie nichts zu renommieren haben, sehen gar nicht, wie sie durch solches Gebaren, Nörgeln und Jam­mern an ihrem Volk schuldig werden, weil sie damit sich und anderen die Unbefangenheit trüben und sie von ihrer Teil­nahme am Werke zurückhalten. Die gewaltigen Schritte in der nationalen Neuordnung aller Dinge, die der Führer in den vergangenen Monaten getan hat, hätten wirklich dieses hämische Unken verstummen lassen können. Aber hier sieht man ja alles aus der Froschperspektive und hat keine Ahnung davon, daß das Gemeinwohl nicht nur vor Eigennutz geht, sondern auch über allem Glück und Behagen der einzelnen steht, und daß Operationen ohne Schnitte und Schmerzen nicht möglich sind.

Die Schwarzseherei und Wehleidigkeit ist ja aus der Öffent­lichkeit in die Verborgenheit verscheucht worden. Und Un­zählige haben aus der Not, ihre Existenz sichern zu müssen, eine Tugend gemacht, die durch das Hakenkreuz gezeichnet ist. Aber diese wohlwollenden Gönner oder notgedrungenen Teilnehmer an der nationalen Erhebung klagen fortgesetzt, daß es auch in der nationalen Erhebung Revolutionsgewinnler gäbe, Geltungstrieb und Selbstsucht, die den Dienst und die Aufopferung für das Ganze überwuchere; daß die Gefolg­schaft nicht des Führers würdig, nicht den Spitzenstel­lungen, die ihr im Gedinge des Volks anvertraut sind, ge­wachsen, und die Gleichschaltung im Äußerlichen, Dinglichen und Institutionellen vollzogen sei, aber in Weltanschauung und Lebensführung mißlungen.

Wenn man diese Erscheinungen im ganzen und einzelnen feststellt, ist nichts dagegen einzuwenden, als daß das ebenso überflüssig ist, wie darauf aufmerksam zu machen und sich darüber aufzuhalten, daß kein Bergsteiger salonfähig ist, oder daß auch Tugend und Tüchtigkeit gelernt sein wollen. Von den Fürsten, die immer Hausmachtpolitik trieben und ihre Landsknechte wohl oder übel plündern lassen mußten, um sie bei Laune zu halten, bis zu der sachlichen und persön­lichen Korruption, die im vergangenen Jahrzehnt auf allen Gebieten von Kultur, Politik und Leben herrschte, ist es immer so gewesen. Das liegt nicht an den Verhältnissen, son­dern an den Menschen, so wie sie sind. Adolf Hitler konnte keine neuen Menschen aus der Erde stampfen, sondern mußte sie nehmen, wie er sie fand, und jeden, der sich anbot für sein Werk, annehmen. Die Begeisterung: Gemeinnutz geht vor Eigennutz! beseitigt ebensowenig die egoistische Ver­fassung und den Geltungstrieb der ehrlich dafür Entflammten wie eine aufrichtige Frömmigkeit die persönliche Empfind­lichkeit, den Argwohn und die Splitterrichterei.

Die nationale Revolution bietet kein schlimmeres Bild als die religiöse Reformation im 16. Jahrhundert, sowohl in Hin­sicht auf die Anhängerschaft wie auf die bedenklichen Be­gleiterscheinungen, auf die inneren Spannungen und Gegen­sätze der Bewegung, wie auf die Selbstentfremdung des Neu­anbruchs von seinem Wesensgrund. Man denke an die Reformationsgewinnler der Fürsten und Städte, an die Mißver­ständnisse der Schwärmer und die Ausschweifungen der Täu­fer, andrerseits aber an die Humanisten und die theologischen Widersacher Luthers und an das sittenlose Leben mancher seiner Gönner und Anhänger.

Es ist eine Gemeinheit und Heuchelei, wenn sich heute plötzlich alle Mißvergnügten als Tugendbolde gebärden und die nackte Tatsache vergessen: „Seit Adams Fall ist ganz verderbt menschlich Natur und Wesen." Sie alle, die sich jetzt als Richter oder Unglückspropheten über die Anhänger­schaft Hitlers aufwerfen, sind nicht besser als ihre Brüder in den Braunhemden, sondern ärgern sich nur, daß sie auf das falsche Pferd gesetzt haben, und reagieren in sinnlosen Aus­fällen ab. Sie sollten an ihre eigene Brust schlagen und sich mit allen, die ihr Volk lieben, im Leiden darunter finden, daß sich der gewaltige Reinigungsprozeß und die Erneuerung in unserm Volk nicht saubrer und edler vollziehen kann, aber froh sein, daß alles Unwesen jetzt herauskommt, und unser Volk davor behütet wird, dem nationalen Größenwahn zu verfallen.

Darauf können wir uns jedenfalls verlassen, daß der Füh­rer alles das kennt und durchschaut. Aber unerschütterlich steht er auf dem Boden des Gegebenen und nimmt die Men­schen, wie sie sind. Das Werkzeug kann nicht anders verfah­ren als der Weltenherrscher, der es beauftragt. Gott hat auch in allen Zeiten mit den Menschen, die dem Verhängnis der Gottlosigkeit und ihrer Verderbnis verfallen waren, wirt­schaften und seine Ziele verfolgen müssen. Er hat nicht Tu­gendsame und Tüchtige gebraucht, sondern die, welche selbst­vergessener Hingabe an seine Aufgabe und Sendung fähig und in bezug darauf verläßlich waren.

Genau so muß Adolf Hitler sein Werk, das ihm aufgetragen ist, mit denen ausführen, auf die er sich absolut verlassen kann, sowohl in Hingabe an die Rettung unsers Volks, wie in unbedingter Gefolgschaft und Mannestreue dem Führer gegenüber. Sachliche und persönliche Qualitäten schätzt er gewiß auf das höchste und zieht sie überall zur Mitarbeit heran. Aber das Entscheidende ist die unbeirrbare Zuver­lässigkeit in der Gefolgschaft. Denn auf der Festigkeit, dem unlösbaren Zusammenhang und dem unerschütterlichen Be­stand des nationalen Neubaus beruht ausschließlich die Ver­wirklichung und Vollendung seiner Sendung."

 

 

 

© Alois Schwarzmüller 2015

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