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Garmisch-Partenkirchen und seine jüdischen Bürger - 1933-1945 |
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Max Lehmann Max Lehmann, ehemals Kommerzienrat in Augsburg, wohnte in Grainau, Hausnummer 39 ½. Wahrscheinlich ist er im Jahr 1939 verstorben. An seinem Grundbesitz in Grainau (Pl.Nr. 823-827 und 1003), den Lehmann seinem nichtjüdischen Schwiegersohn Julius Schweighart, Augsburg, übereignet hatte, äußerte die Gemeinde Grainau größtes Interesse. Am 30.12.1938 wandte sich Bürgermeister Pentenrieder von Grainau an die Vermögensverwertungs GmbH, München: „Gegenstand: Beschlagnahme von jüdischem Grundbesitz; hier Grundbesitz Lehmann und Berolzheimer - Ich brachte in Erfahrung, daß das hier gelegene Anwesen der Jüdin Lehmann von dort nicht als jüdisches Besitztum angesehen und deshalb nicht unter die Beschlagnahme genommen wurde. Da dieses Anwesen seit der Inflationszeit im Besitz des Juden Lehmann war, von dem es auf seine Tochter heuer überging, und diese anläßlich der Judenaktion ihren Ehemann Schweighart schenkungsweise übereignet hat, liegt hier eine offene Schiebung vor. Die Gemeinde Grainau als aufstrebender Kurort müßte unbedingt in den Besitz dieses Anwesens kommen, zumal es eine herrliche Lage hat... Es müßte dieser Besitz unbedingt in die öffentliche Hand kommen..." Landrat Dr. Wiesend forderte am 7.7.1939 das Bayer. Staatsministerium für Wirtschaft auf, die Interessen der Gemeinde Grainau zu unterstützen: „Den gesamten Besitz Lehmann in Grainau will die aufstrebende Gemeinde im öffentlichen Interesse selbst erwerben zur Unterbringung der Parteiämter und für Kurzwecke... Ich bitte daher die derzeitigen Eigentümer dieses Besitzes aufzufordern, diesen an die Gemeinde Grainau zu veräußern." Staatsarchiv München - LRA Garmisch-Partenkirchen 61668, 61665, 61666
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© Alois Schwarzmüller 2006 |
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