Garmisch-Partenkirchen und seine jüdischen Bürger  -  1933-1945

 

 

 

 

Leo und Magda Katz

Leo Katz  (*26.11.1870), Justizrat, stammte aus Hindenburg (Kreis Gleiwitz). Er zog am 3.2.1937 mit seiner Frau Magda (*17.03.1882 in Wien, geb. Friedemann) von Berlin nach Garmisch-Partenkirchen, Zoeppritzstr. 36 bei Marie Bischoff. Nach dem Pogrom übersiedelte das Ehepaar am 25.11.1938 nach Berlin, Unter den Linden 17.

Leo und Magda Katz hatten drei Kinder: Gabriele, *10.1.1906 in Essen, verh. Tittin; Marianne, *12.2.1909 in Berlin; Hilde, *12.2.1909 in Berlin, verh. Saccia.

Polizeiobermeister Volnhals, Hauptwachtmeister Schulz und Polizeimeister Ott sollten die Wohnung in der Zöppritzstraße versiegeln; es kam aber nicht dazu, weil bereits eine SA-Wache anwesend war.

Der Kunstmaler Professor Carl Reiser gab im Spruchkammerverfahren gegen den NS-Kreisleiter Hans Hausböck vor der Spruchkammer Garmisch-Partenkirchen am 30.9.1948 zu Protokoll: "Ich ging (am 10.11.1938 d.V.) in die Geschäftsstelle der Kreisleitung und wurde vom Kreisgeschäftsstellenleiter Märkl angewiesen zu warten bis der Kreisleiter frei wäre, es würden augenblicklich Juden bei ihm sein. Nach kurzer Zeit öffnete sich die Tür zum Zimmer des Kreisleiters und das Ehepaar Geheimrat Katz verließen das Zimmer."

 

© Alois Schwarzmüller 2006

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