Burgrain - der "dritte Ortsteil" von Garmisch-Partenkirchen 1939-1989

 


30 Jahre Fischereiverein Burgrain e.V. 1965 - 1995

Eine Chronik von Alois Schwarzmüller anlässlich der Fahnenweihe im 30. Jahr der Vereinsgeschichte

Teil 3:  1990-1995

 

1990 - 25 Jahre Fischereiverein Burgrain

Nach 18 Jahren als 1. Vorsitzender ging bei der Jahreshauptversammlung im März die „Ära Nominikat“ zu Ende. Die gesamte „alte Mannschaft“ stellte sich nicht mehr zur Verfügung - Herbert No­minikat nach 18 Jahren als 1. Vorstand, Josef Greif nach 15 Jahren als 2. Vor­stand und  Anton Schmalzl gar 25 Jahre als Schriftführer. Sie wollten, wie sie sagten, den Jüngeren Platz machen.

Aus den Neuwahlen gingen Otto Oswald als 1. Vorsitzender, Simon Buchwieser als 2. Vorsitzender, Walter Oswald als Kassier und Josef Ostler als Schriftführer hervor und schon bald in neue Gespräche um die Erhaltung des Fischwassers im Murnauer Moos, des Krebssees, hinein. Diese Gespräche mit der unteren Natur­schutzbehörde, vor allem mit Peter Strohwasser vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen, ermutigten zu neuer Hoffnung auf ein vernünftiges Miteinander von Naturschutz und ordnungsgemäßer Fischerei.

Im Juni deutete sich die Wende schon an -  der Fischereiverein Burgrain erhielt das Fischrecht am Pflegersee zur Probe für ein Jahr in Unterverpachtung durch den Pächter der Berggaststätte Pflegersee. Die Vereinbarung zur Ausübung der Fischerei im Pflegersee beinhaltete ein Verbot der Fischerei vom Boot aus, die Kontrolle der Fischereiausübung im Pflegersee durch den Pächter. Außerdem verpflichtete sich der Fischereiverein Burgrain, auf den Bade- und Bootsbetrieb des Pflegersees größtmögliche Rücksicht zu nehmen und bei allen Säuberungsaktionen zur Hand zu gehen.

Den Höhepunkt des Jahres brachte aber zweifellos die Jubiläumsfeier des Fischereivereins Burgrain anlässlich seines fünfundzwanzigjährigen Bestehens. Zwei Tage - am 14. und 15. Juli - wurde im Garten des Rasthauses Burgrain ein Fest gefeiert, das noch lange im Gedächtnis

seiner Gäste nachklingen wird. Das Protokoll vermerkte dazu: „Schönes Wetter, viele Gäste, Spaß und Spiel, aufopfernde Mitarbeit einiger Mitglieder und Freunde und nicht zuletzt der Wirtsleute tragen zum guten Gelingen bei. Musik nicht zu vergessen.“ 1. Vorstand Otto Oswald lag es besonders am Herzen, die langjährigen Vorstände und Vorstandsmitglieder Herbert Nominikat, Josef Greif und Anton Schmalzl für ihre unermüdliche, jahrzehntelange Arbeit mit Urkunde und Zinnteller zu ehren.

Vier Musikgruppen spielten für die 300 Gäste auf: die Musikkapelle Partenkirchen, die Grainauer Musikanten, die Garmischer Feierabend-Musi und die Werdenfelser Schlossberg-Musikanten. Auf dem Festplatz herrschte zünftige Jahrmarktsstimmung. Mit Tombola und Wurfbuden, mit Fischzielwerfen und Pferdekutsche wurden alte und junge Gäste unterhalten. Geräucherte Forellen und Steckerlfisch sorgten stilgerecht für den kulinarischen Genuss.  Der Nachbarverein SC Burgrain gratulierte, sein Vorsitzende Albert Schönauer überreichte eine Ehrengabe. Karl Deisler, der Präsident des Oberbayerischen Fischereiverbandes, überbrachte Glückwünsche und Urkunde. Die guten Wünsche der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen überbrachten die Burgrainer Gemeinderäte Heinz Teitscheid und Alois Schwarzmüller.

Im November nahm der Verein einen weiteren Anlauf im Kampf um den Pflegersee und richtete erneut  seine Bitte an die Marktgemeinde: „Da wir seit 25 Jahren als ortsansässiger Fischereiverein mit 40 Mitgliedern bemüht sind, ein kostengünstiges Gewässer anzupachten, haben wir an der Ausübung der Fischerei im Pflegersee, aufgrund seiner Ortsnähe, ein großes Interesse. Wir bitten Sie daher, dass Sie uns die Anpachtung dieses Gewässers zu erschwinglichen Bedingungen ermöglichen. Durch die Sachkunde und die Naturverbundenheit unserer ortsansässigen Mitglieder können wir Ihnen eine ordentliche Bewirtschaftung des Pflegersees zusagen.“

 

1991 - Pflegersee: 3. Versuch und glückliches Ende

Im Februar war der Burgrainer Fischereiverein endlich am Ziel eines lang gehegten Wunsches. Der Pflegersee konnte von der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen zehn Jahre angepachtet werden. Der Verein war überglücklich, auch wenn die Vertragsbedingungen zahlreich waren: Der Gaststättenbetrieb, der Bade- und Bootsbetrieb darf durch die Ausübung der Fischerei nicht behindert werden und es darf - Sicherung des Badebetriebes - nur von den im Lageplan gekennzeichneten Oberflächen aus gefischt werden. Der Besatz des Fischwassers wurde genau geregelt: alljährlich müssen 70 Karpfen III sömm., 50 Schleien III sömm. und 25 Hechte ca. 30 cm eingesetzt werden. Außerdem müssen alle Auflagen, die für das Naturschutzgebiet gelten, in dem der Pflegersee liegt, genauestens beachtet werden. Der Verein wird eine Fangstatistik über Art, Anzahl und Gewicht der Fangergebnisse führen und am Jahresende vorlegen. Und im Winter darf die Ausübung der diversen Eissportarten nicht behindert werden.

Im Februar 1991 wandte sich die Bayerische Landesanstalt für Fischerei an den Fischereiverein Burgrain mit der Bitte, im Aschermoosbach zwischen Kaltenbrunn und Kainzenbad eine Elektrobefischung durchführen zu dürfen. Der Verein erteilte die Genehmigung, da - wie die Landesanstalt erklärte - „nur auf diese Weise eine genaue Kenntnis über die Zusammensetzung des momentanen

Fischbestandes als auch über die spezifischen Lebensraumansprüche und die Biologie der einzelnen Arten“ möglich sei. Da die Zusammensetzung der Fischfauna vieler Fließgewässer nur ungenügend bekannt sei, „werden im Rahmen der Fischartenkartierung Informationen über die ökologischen Gegebenheiten im und am Wasser sowie über das Arteninventar der jeweiligen Fischbestände erhoben.“

 

1992 - Fischerfest im Regen

Im März machte das Landratsamt zur Auflage, dass für die Kanker und für den Krebssee nur noch 25 Jahreskarten oder je 25 Tageskarten ausgegeben werden dürfen - das entsprach bei 44 Fischern je 14 Tageskarten. Gefischt werden, so teilte das Landratsamt weiter mit, darf nur noch mit Handangel und mit Kunstköder.

Bei der Jahresversammlung kritisierte der Gewässerwart „die schlechte Moral zwecks Abgabe der Fangliste“. In Zukunft könne dann keine Statistik mehr erstellt werden, und ohne Fangliste sei es eigentlich kaum mehr möglich, das Gewässer richtig zu besetzen.

Der Juli erlebte ein neues Fischerfest  - leider an beiden Tagen mit  schlechtem Wetter. „Wasser ist ihr Element“ so textete das Garmisch-Partenkirchner Tagblatt, „wenn sie auch lieber an ihm stehen als es von oben zu bekommen. Die Stimmung im Zelt war dennoch ausgelassen. 1. Vorstand Otto Oswald freute sich vor allem über den Besuch des Präsidenten des Oberbayerischen Fischereiverbandes Alfons Blank.

 

1993 - Wasserwerte: Sehr gut

Das Jahr begann damit, dass der Vorstand beschloss, einen „Nachwuchsköder“ auszulegen: Jugendliche, deren Eltern bereits Mitglied des Vereins sind, dürfen bis zur Vollendung ihres 18. Lebensjahrs für die Hälfte der Gebühren im Verein „mitfischen“. Im Februar wurde dann der Neuentwurf einer Vereinssatzung durch die Vorstandschaft und das rechtskundige Vereinsmitglied Hans Meier vorbehandelt.

Bei der folgenden Jahreshauptversammlung im „Adria-Grill“  -  das ist natürlich immer noch das alte „Rasthaus Burgrain“ - wurden nach der Vorstandswahl von den 41 anwesenden Mitgliedern zwei wichtige Beschlüsse gefasst: Zum 30. Gründungsjubiläum 1995 soll der Fischereiverein Burgrain eine Vereinsfahne erhalten. Außerdem wurde die neue Satzung einstimmig angenommen.

Diese neue Satzung betont wesentlich stärker als die frühere den Gedanken des Artenschutzes und die Förderung der Fischerei durch Schutz und Erhaltung der Gewässer sowie durch Hege und Pflege des Fischbestandes. Die Mitglieder, insbesondere die Jungmitglieder, sollen „fischwaidgerecht“ in der Ausübung der Fischerei erzogen und unterwiesen werden. Neben der Vertiefung des Wissens  betont die neue Satzung die Pflege der Geselligkeit. Der Fischereiverein Burgrain soll so immer stärker „eine auf innere Verbundenheit und Liebe zur Natur aufgebaute Vereinigung von Freunden der Fischerei“ werden.

Im Rahmen dieser Jahresversammlung werden fünf neue Mitglieder aufgenommen: Raoul Kastner, Werner Waldherr, Hans Kraus, Josef Langwieser und der Jungfischer Robert Bitterer.

Die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen beteiligte sich im April für die Dauer von drei Jahren an den kostspieligen Besatzmaßnahmen im Pflegersee; sie gewährt einen Zuschuss in Höhe von jährlich 150.- DM zur Aufrechterhaltung des hohen Standards in der Hege und Pflege des Fischbestandes im Pflegersee. Auch zahlreiche Gastfischer unter den Kurgäste wissen den Fischbestand im Pflegersee zu schätzen. Der Verein nahm in den vorausgegangenen zwei Jahren umfangreiche Investitionen für die Fischerei im Pflegersee vor, indem er beispielsweise die ständige Untersuchung und Kontrolle der Wasserqualität des Pflegersees finanzierte.

Im Mai wurde der Pachtvertrag mit dem Fischwassereigentümer Karl Clemens Käuffer und dem Fischereiverein Burgrain für den Krebssee, den Krebsbach und den Schwarzsee um weitere zehn Jahre verlängert.

Das Ergebnis der Gewässeruntersuchung durch den Fischereiverband Oberbayern bestätigte für den Krebssee sehr gute Wasserwerte; er war gering belastet und oligotroph (= nahrungsarm). Der Krebsbach zeigte Wasserwerte wie der Krebssee, der O2 -Gehalt ist gering. Auch der Pflegersee wies gute Wasserwerte auf. Die Kanker verfügte über sehr gute Wasserwerte der Güteklasse I - II.

Wieder einmal erwies sich das Burgrainer Fischerfest  - in diesem Jahr am 10. und 11. Juli - als „Höhepunkt des geselligen Zusammenseins von Fischern und Bevölkerung in Burgrain“. Trotz widriger Wetterumstände war das Zelt an beiden Tagen sehr gut besucht und meist überfüllt: „Lukullische Genüsse, vom Steckerlfisch bis Kaffee und Kuchen, bei geheiztem Festzelt, Musik von der Schloßberg-Musi, der Partenkirchner Blaskapelle und der Gruppe Furtner-Sebrich ließen sehr schnell Bierzeltstimmung aufkommen“, so beschrieb der Berichterstatter des Garmisch-Partenkirchner Tagblatts das Fest.

Im September folgte der Fischereiverein Burgrain einer Einladung des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen zu einer Informationsfahrt zum Naturschutzprojekt „Murnauer Moos“. Für den Kreisfischereiverein schrieb Günther Hensel an den Landrat: „Ich kann Ihnen versichern, dass der Naturschutzgedanke auch von den hiesigen Fischern mitgetragen wird, jedenfalls im Sinne Ihrer Worte. Die ordnungsgemäße Fischerei im Murnauer Moos wird keine Einschränkung erfahren.`“ Für die Burgrainer Fischer ist das so genannte „Moosprojekt“ von großer Bedeutung, da sich mit dem Krebssee, dem Krebsbach und dem Schwarzsee wesentliche Fischgewässer ihres Vereins im Murnauer Moos befinden. Der Satz eines wissenschaftlichen Mitarbeiters des Institut für Vogelkunde in Garmisch-Partenkirchen  „Wegen eines einzigen Königsfischens am Krebssee kann die Brut für die Saison gelaufen sein.“ machte deutlich, wie konfliktreich die Begegnung zwischen Fischern und Vogelschützern sein kann, wie schwer es ist, die richtige Grenzlinie zwischen verschiedenen Interessen an der Natur zu ziehen.

Bei der Festtagung des Oberbayerischen Fischereiverbandes in Mittenwald , der auch von Mitgliedern des Fischereivereins Burgrain besucht wurde, spielte dieser Konflikt zwischen Naturschützern und Fischern ebenfalls eine zentrale Rolle. Einerseits zeigten die Fischer „wenig Verständnis für die ihrer Meinung nach oft überzogenen Forderungen von Naturschutz und Regierung.“ Der Tenor lautete: Fischerei und Naturschutz sind kein Gegensatz. Andererseits war aber auch zu hören, die Fischer seien bereit, dort Beschränkungen hinzunehmen, wo die Fischerei das Schutzziel gefährde.

Ein konkreter Konflikt zwischen Natur und Technik beherrschte seit 1991 den Fischereiverein Burgrain:. Anlass waren die Baumaßnahmen der Bundesbahn zwischen Auenstraße und Kaltenbrunn entlang der Kanker, in der der Fischereiverein seit 1988 fischereiberechtigt ist. Aufgrund dieser Baumaßnahmen wurden, wie der Verein ausführte, „im Bachbett durch den Einbau von Betonrohren, Rückhaltebecken, Spundwandkästen usw. immer wieder große Eingriffe im oder am Bach durchgeführt, welche neben den wochenlangen Trübungen des gesamten Unterlaufes auch zu längeren empfindlichen Beeinträchtigungen der Fischerei führten.“ Der Kankerbach sei durch eine gute Wasserqualität und durch das damit verbundene Vorkommen von wichtigen Fischnährtieren als reines Salmonidengewässer die Heimat vieler Bach- und Regenbogenforellen. Die lang anhaltenden Trübungen während des Jahres führten zum Rückgang des Zooplanktons und der Kleinlebewesen. Der natürlich Zug und insbesondere der Laichzug der Fische sei  wesentlich behindert worden. Zum Schluss seines Protestbriefes an die Bundesbahn wurde darauf hingewiesen, dass „ langjährige Bemühungen des Vereins zum Erhalt eines gesunden Fischbestandes durch diese Beeinträchtigungen um Jahre zurückgeworfen“ worden seien.

Für die vielen Sorgen, die einen engagierten und couragierten Vereinsvorsitzenden plagen, wurde der 1. Vorstand der Burgrainer Fischer beim 93er Königsfischen wenigstens königlich belohnt. „Ein einziger Fisch macht den Otto Oswald zum König“, mit diesen Worten fasste das Garmisch-Partenkirchen Tagblatt seine Ausführungen zu einem seltenen Ereignis zusammen, und dann heißt es weiter: „Einmalig in Fischerkreisen war wohl das im Juni angesetzte Königsfischen. Trotz herrlichsten Fischwetters wollte kein einziger Fisch die Angel erfreuen. Ein zweiter Termin ebenfalls am Krebssee war wiederum

wiederum ein erfolgloser Tag. Mehr Glück erhoffte man sich beim dritten Versuch am Pflegersee. Tatsächlich verirrte sich eine 560 Gramm schwere Schlei an den Haken von Otto Oswald. Dieses einzige gefangene Königsfischlein, man sollte es ausstopfen, machte aus Otto Oswald zum vierten Mal einen Fischerkönig.“ (GPT 12.10.1993)

 

1994 - Der Verein wird gemeinnützig

Bei der Jahreshauptversammlung im Frühjahr wurde bekannt gegeben, dass der Fischereiverein Burgrain aufgrund der neuen vom Registergericht gebilligten Satzung durch das Finanzamt als gemeinnütziger Verein anerkannt worden sei.

 

1995 - Jubiläum und Fahnenweihe

Das dreißigste Gründungsjubiläum nahte heran. Der 1. Vorstand Otto Oswald ließ es sich angelegen sein, diesem Fest einen besonderen und einmaligen Charakter zu verleihen. Bei mancher auswärtigen Vereinsfeier von Fischerkollegen jenseits der Landkreisgrenzen war ihm die schön bestickte und traditionsreiche Fahne ins Auge gefallen. Und so war eine Idee geboren, die den Otto nicht mehr ausließ: Der Fischereiverein Burgrain soll sein 30. Gründungsfest  mit der Weihe einer eigenen Fahne begehen.

Die übrigen Mitglieder der Vorstandschaft waren nach einem Blick in die Vereinskasse nicht ganz so begeistert von dieser Idee wie ihr 1. Vorstand, der Otto Oswald. Der ließ sich´s nicht verdrießen und begab sich auf die Suche nach Gönnern des Vereins, die sich von der Notwendigkeit einer Spende für so etwas Einmaliges wie eine Fischerstandarte überzeugen ließen. Und dabei war er überaus erfolgreich.

Nun musste man natürlich daran gehen, die Vorstellungen von einer Fahne oder Standarte zu konkretisieren. Mit den verschiedensten Entwürfen im Kopf und auf dem Papier ging der Vorstand auf die Reise nach Schierling bei Regensburg zur bekannten Fahnenstickerei Kössinger.

Inzwischen war mit dem Maibaumverein Griesen, bei dem man in feierlich-festlicher Form die Patenbitte vorgebracht, der Patenverein für die Fahnenweihe gefunden.

Abordnungen beider Vereine fuhren erneut nach Schierling, um für den Tag der kirchlichen Weihe Bänder und Ehrengaben in Auftrag zu geben. Voller Spannung warten der Verein und die Paten jetzt auf die Fertigstellung der Standarte und darauf, dass sie mit festlichem Geleit von Schierling nach Burgrain gebracht werden kann.

Am Sonntag, dem 16. Juli 1995, wird es dann soweit sein: Die Standarte des Fischereivereins Burgrain wird in einem festlichen Gottesdienst die kirchliche Weihe erhalten.

Die Inschriften auf dem Fahnentuch haben den folgenden Wortlaut: „Mit Gott zum Schutz der Natur“ und „Heiliger Petrus beschütze uns“.

 

Patenbitten des Fischereivereins Burgrain beim Maibaumverein

Mir Burgrainer Fischer ham uns d´Schneid heit g´nomma
und san zu Euch in Euer Vereinslokal komma.
Wias Ihr wißts, hom mir an großen Schmerz,
der liegt uns arg am Herz.
Es ist bei uns zur Sommerzeit
gar eine große Festlichkeit.
Wir hab´n eine Standarte kauft,
und die g´hört eing´weiht und a tauft.
Drum bitten wir den Maibaumverein Griesen
und seine Vorstandschaft:
Übernehmt´s für unsere Standarte die „Patenschaft“.
Wenn´s „ja“ sag´n dats, des dat mi g´frein
als Vorstand und den ganzen Burgrainer Fischereiverein.
Drum sagt´s ja und schlogts ei,
denn des sollt ja so sei,
damit mir am 16. Juli unser Standarte kenna weihn.
So, jetzt bin i fertig mit unserer Bitt.
Kemmts zu unserm Fischerfest und bringts no oa mit!
Mir sag´n im Voraus „Vergelts Gott“ beinand,
weil se des so g´hört im Werdenfelser Land.

 

Die Standarte der Burgrainer Fischer


Entwurf: Walter Oswald
Herstellung: Fahnenstickerei Kössinger
Weihe: Monsignore Georg Mangold
Fahnenmutter: Renate Oswald
Patenverein: Maibaumverein Griesen
Fähnrich: Georg Gintner
Begleiter: Georg Schmalzl und Josef Langwieser

 

 

 

 

© Alois Schwarzmüller 2005

 

Zurück zur Eingangsseite "30 Jahre Fischereiverein Burgrain"

 

Zurück zur Startseite