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Chronik Kolpingsfamilie Grainau Wie es begann Auf Initiative von Pfarrer Simon trafen sich eine kleine Gruppe von Neugierigen ab 26.09.1991 im alten Pfarrheim, um im Jahr der Seligsprechung von Adolph Kolping über die Gründung einer Kolpingsfamilie in Grainau nachzudenken. Beim 2. Treffen am 07.11.1991 informierten uns Diözesanpräses Stadler und Bezirkspräses Pater Schillinger über Person und Werk Adolph Kolping und ermunterten uns zur Gründung einer Kolpingsfamilie. Die Kolping-Jugend fand sich schneller zusammen und traf sich ab diesem Zeit-punkt bereits jeden Freitag im Pfarrheim. Sie wollten bereits als Kolping-Jugend am Grainauer Christkindlmarkt teilnehmen. Für den 14.02.92 wurde ein Jugend-Faschingsball mit Live-Musik und Showeinlagen organisiert. Am 31.01.1992 traf sich wieder ein harter Kern. Man war sich nach längerer Diskussion einig, daß wir auf Dauer mit der losen „Interessengemeinschaft Kolping“ ohne konkrete Zuständigkeiten und Aufgabenteilung nicht weiterkommen. Es wurde für den 12.03.1992 die offizielle Gründungsversammlung für eine Kolpingsfamilie verabredet und bereits ein Veranstaltungsprogramm für das Gründungsversammlung am 12. März 1992 im alten Pfarrheim Es kamen 22 Personen! Als Geburtshelfer standen uns der Präses der Kolpingsfamilie Garmisch, Pfr. Franz Sand, der stellvertretende Vorsitzende Georg Fink und Jugendvertreter Bernhard Mattheisl zur Seite. Der 1. Vorsitzende des Bezirksverbands, Leonhard Wild, fungierte als Wahlleiter. Um 22:05 Uhr waren die nach dem Statut zu wählenden Vorstandsmitglieder gekürt! Die Mitgliedschaft im Kolping-Zentralverband wurde für den 01.04.1992 beschlossen. Die Garmischer Kolpingsfamilie übernahm für unsere neuge-gründete Kolpingsfamilie erfreulicherweise die Patenschaft und der Bezirk gab uns ein Startgeschenk von 300,-- DM. Und so sah die 1. Vorstandschaft aus: Präses: Pfr. Georg Simon, 1.Vors.: Bernhard Heiß, 2. Vors.: Elisabeth Gamböck, Schriftführer: Reinhard Wohletz, Kassier: Toni Baier, Vertreter Jung-Kolping: Barbara Märkl und Hannes Grüner, Vertreter Junge Erwachsene: Marianne Leonhardt und Karl Tiefenbrunner. Gründungsfeier am Sonntag, 28. Juni 1992 Die Vorbereitung unserer Gründungsfeier beschäftigte uns in mehreren Vor-standssitzungen. Wir getrauten uns, als "blutige Anfänger", das Fest im Musikpavillon auszurichten. Bei Kaiserwetter zogen um 9:15 Uhr die eingeladenen Ortsvereine mit ihren Fahnenabordnungen, die Musikkapelle und der Trommler-zug, die Kolpingsfamilien aus Garmisch, Partenkirchen, Mittenwald, Peiting, Oberammergau, Murnau und Geretsried, die politische Prominenz aus Grainau, die Vertreter des Diözesanverbandes und Bezirksverbandes in einem Kirchenzug vom Oberen Dorfplatz zum Musikpavillon. Den Festgottesdienst um 10:00 Uhr, umrahmt von der Schubertmesse durch die Grainauer Musikkapelle, zelebrierte Diözesanpräses Msgr. Hans Stadler. Konzelebranten waren Präses Pfr. Georg Simon, Präses Pfr. Franz Sand und Ehrenpräses Erich Friemel von der Garmi-scher Kolpingsfamilie. Nach der Predigt wurden unsere neuen Kolpingbanner,Jugendbanner und das Familienbanner, gestiftet von unserer Patenfamilie Garmisch, gesegnet. Dem Gottesdienst schloß sich ein Festakt mit Grußworten des Überblick über unsere wichtigsten Programmpunkte der letzten 10 Jahre Wir trafen uns jeweils am 2. und 4. Montag eines Monats zu einer Veranstaltung. Bis zur Fertigstellung des neuen Pfarrheimes im September 1997, fanden unsere Veranstaltungen in der „Akademie der Genossenschaften“ am Badersee statt. Dort konnten wir dankenswerter Weise die Räume kostenlos nutzen. Es war uns ein wichtiges Anliegen, zusammen mit dem Pfarrgemeinderat der Pfarrei, ein vielfältiges Bildungsangebot für Alle im Dorf anzubieten. Die Themenpalette reichte von Erziehung, Familie, Gesundheit, alternative Heilmethoden, Ernährung, Heimatgeschichte, Leben mit dem Mondkalender, aktuelle Themen: wie Erbrecht, Steuern, Altersabsicherung usw. Ein Schwerpunkt war auch die religiöse Weiterbildung. Prof. Dr. Boekhold aus Benediktbeuren und Pastoralreferent Georg Jocher aus Hohenpeißenberg, Pfarrer Anton Schwaiger aus Farchant, um nur einige Namen zu nennen, waren und sind in diesem Bereich immer wieder bei uns zu Gast. Gerne besucht wurden auch Diavorträge: Mexiko, Rom, Israel, aber auch Sehenswürdigkeiten unserer näheren Umgebung, wie St. Anton, das Murnauer Moos.. Ein weiterer Schwerpunkt waren die verschiedenen Besichtigungen, wie z.B. die Wasserversorgungsanlage für München in Oberau, das Fraunhoferinstitut, das Entstehen des neuen Farchanter Tunnels, das Hartsteinwerk, verschiedene Ausstellungen, das Geigenbaumuseum in Mittenwald, Klosterkirche in Ettal, zusammen mit dem Bezirksverband, Wasserversuchsanstalt Obernach. Auch gemeinsame Ausflüge gehörten zu unserem Programm: Busfahrt zur Klosterkirche Fürstenfeld bei Fürstenfeldbruck, mit einer intensiven Führung durch die unvergessene Frau Isabella Oberhofer, Diözesanwallfahrt nach Prien am Chiemsee und von dort zur Fraueninsel, Sommertanzabend, organisiert vom Bezirksverband, auf einem Schiff im Starnberger See, Besuch der Wallfahrts-kirche Klösterl am Walchensee, Zugspitzrundreise . Ein Höhepunkt war sicher die Kolpingfahrt nach Köln vom 24. bis 27.05.1996. Wir feierten mit Bundespräses Heinrich Festing einen Pfingstgottesdienst in der Minoritenkirche in Köln, besuchten die Kolpinggedenkstätte in Kerpen und er-lebten schöne Stunden in der Domstadt. Wir übernachteten im Kölner Kolping-haus und konnten neben vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt auch noch eine Führung durch die Studios des WDR mitmachen. Ein unvergessenes Erlebnis bleibt einigen Mitgliedern die Teilnahme an der Diakonweihe unseres Schriftführers Reinhard Wohletz. Ca. 20 Grainauer fuhren am 27.09.1997 mit in den Münchner Dom, um diese Festlichkeit mitzufeiern. Selbstgestaltete Maiandachten (z.B. in der Antoniuskapelle am Tonihof an den Buckelwiesen bei Mittenwald) Palmbuschn-Binden zum Verkauf am Palmsonntag Osterkerzen gestalten Das gemeinsame Osterfrühstück für die ganze Pfarrei Seit 1995 gehen wir am Montag in der Karwoche den meditativen Kreuzweg nach St.Anton Seit 1992 hält die Kolpingsfamilie "Ölbergsnachtwache" – Anbetung von 22.00 bis 23.00 Uhr Wir beteiligen uns mit dem Banner an der Fronleichnamsprozession. Wir verkaufen seit Oktober 1994 zum Entedankfest, unter dem Motto „Danken und Teilen“, Minibrote. Der Erlös, kommt dem Albanienprojekt zugute. Seit unserer Gründung ist das Grillfest, Ende Juli vor der Sommerpause am Pfarrheim, ein „Highlight“ und wird gerne besucht. Seit 1993 halten wir den "Weltgebetstag des Internationalen Kolpingwerkes" jeweils am Tag der Seligsprechung Adolph Kolping am 27.10. in der Pfarrkirche Am 04.12. ist der liturgische Gedenktag von Kolping. Wir halten einen festlichen Gottesdienst am darauffolgenden Samstag mit anschließender Adventsfeier, oft mit Nikolausbesuch, im Pfarrheim. Martin Lehnerer und Kurt Weißmann besuchen auf Anfragen Kinder im Ort als Nikolaus. Die erhaltenen Spenden waren fast jährlich der Kolpingsfamilie zugedacht. Was die Kolping-Jugend im Jahre 1991 begann, führen wir als Gesamtkolpingsfamilie weiter: ein Stand beim Grainauer Christkindlmarkt. Jeweils im Januar am 1. Sonntag nach dem liturgischen Weihnachtsfest-kreis, gestalten wir den, von den deutschen Bischöfen ins Leben gerufe-nen, "Familiensonntag". Wir feiern einen Familiengottesdienst mit rhythmischen Liedern. Zur Faschingszeit gibt es immer ein lustiges Treffen: vom Faschingsball, über Faschingskranzl, Faschingskegeln bis hin zum gemeinsamen Besuch der Grainauer Faschingsgungl. Es war uns eigentlich von Beginn unserer Kolpingsfamilie klar, daß die Gesellig-keit, das Gespräch und das Kennenlernen untereinander nicht zu kurz kommen darf. In einem Klausur-Wochenende, gesponsert als Gründungsgeschenk des Diözesanverbandes, überlegten wir uns im Kloster Polling, am 7. und 8. Novem-ber 1992 die Ausrichtung und die Ziele unserer neugegründeten Kolpingsfamilie. Wir vereinbarten damals, daß eine Veranstaltung im Monat geselligen Charakter haben sollte und nannten sie "Kolping-Treff". Freie Gesprächsabende, Kegeln, Minigolfen, Eisstockschießen, Beteiligung bei Veranstaltungen der Grainauer Ortsvereine und des Bezirksverbandes, Radlfahrt, Theaterbesuche (erinnert sei an "Oh heiliger St. Benedikt" der Iberl-Bühne, das Kleine Kurtheater in Garmisch, Mittenwalder Spiel zum Bozener Markt), Wanderungen im Herbst (nach Wamberg, Mittenwald, von der Wankmittelstation nach Wallgau, Bergmesse am Osterfelderkopf ). Auch der Austausch über Glaubens- und kirchliche Fragen (Miteinander ins Gespräch kommen) und Veranstaltungen zur Ökumene, gemeinsam mit den evangelischen Christen, gehören hier dazu. An der Pfarrkirche gestalten wir einen Schaukasten mit aktuellen Informationen zu unseren Veranstaltungen. Unser Mitglied, Toni Ostler, hat für uns eine Homepage erstellt, die er immer aktualisiert und die auch schon einige positive Ressonanzen brachte. Wir wollten uns als Kolpingsfamilie auch sozial engagieren. Nachdem wir die gesammelten Gelder am Anfang verschiedenen Hilfswerken zur Verfügung stellten, entschlossen wir uns im Jahre 1996 beim Albanienprojekt der Weilheimer Kolpingsfamilie mitzumachen. Wir erhalten zeitnahe Informationen und lassen uns über die Verwendung der Mittel informieren. Die Weilheimer fahren regel-mäßig nach Albanien, dem Armenhaus Europas. Neben dem Erlös aus der Minibrotaktion haben wir für diesen Zweck auch drei Kleidersammlungen im Dorf durchgeführt und die gesammelten Kleider, Schuhe und Bettwäsche nach Weil-heim geschafft. Von dort werden die Sachen mit den Lastwägen nach Albanien in bestimmte Pfarreien zur Verteilung weitergeleitet. Die Weilheimer betreiben in ihrem Projekt „Hilfe zur Selbsthilfe“ und helfen den dortigen Kolpingsfamilien beim Bau von Schulen, Gewerbebetrieben, Suppenküchen, ganz praktisch vor Ort! Seit März 1993 haben wir am Bauhof eine eigene "Kork-Tonne" aufgestellt. Wir leisten hiermit einen Beitrag für unsere Umwelt. Die dort gesammelten Korken können ohne größeren Aufwand zu Korkgranulat verarbeitet werden. Mit dem Erlös wird ein Projekt der Pfadfinder unterstützt, bei dem lernbehinderte, arbeits-lose Jugendliche, Beschäftigung finden. Wir beteiligen uns und helfen mit, das Pfarrfest und den Pfarrfamilienabend der Pfarrgemeinde mitzugestalten! Beim Pfarrfest übernimmt Kolping gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat die Ausrichtung von Kinderspielen. Beim Pfarrfamilienabend haben wir schon öfters unterhaltsame Sketche aufgeführt. Einmal hat das Kolpinkwerk in Köln und einmal der Diözesanverband zu einer Unterschriftenaktion aufgerufen. Das erste Mal sollte der Entwurf zur Europäischen Verfassung um den Zusatz „In Verantwortung vor Gott und den Menschen...“ ergänzt werden. Die zweite Aktion war unter dem Motto „Sag’ nein zum Klonen“. Beide Unterschriftensammlungen wurden von unserer Pfarrei sehr gut unterstützt, letztere brachte über 400 Unterschriften. Auch in den Kolping-Bezirksverband hat sich unsere Kolpingsfamilie schon öfters eingebracht. Wir organisierten am 1. Adventsonntag bereits zweimal den Bezirkseinkehrtag im Kloster Ettal. Im Jahre 1995 zum Thema: "Den Glauben leben – dem Leben glauben" mit Prof. Dr. Boekhold aus Benediktbeuren und im Jahr 2001 mit dem neuen Diözesanpräses Msr. Rainer Boeck zum Thema: "Wo war Gott in New York? Katastrophen sind Leid der Menschen". Der Grainauer Kirchenchor umrahmte den Gottesdienste in der Winterkirche. Wir richteten am Grainauer Eisplatz das Bezirkseisstockschießen aus und orga-nisierten einmal eine Bezirksversammlung in unserem Pfarrheim. Mitgliederversammlungen – Vorstandschaften Am 26. April 1993 hielten wir unsere 1. Jahresmitgliederversammlung im Gast-hof Höhenrain ab. Alle drei Jahre wird die Vorstandschaft neu gewählt. Dies war am 31. März 1995: 1.Vorsitzender: Bernhard Heiß, 2. Vorsitzende: Elisabeth Gamböck, Schrift-führer: Reinhard Wohletz, Kassier: Marianne Leonhardt, Vertreter der Jugend: Hannes Grüner und Gabi Degenhart, Kassenprüfer: Peter Schwarz und Hans-Paul Bader. Am 20. März 1998 waren die nächsten Neuwahlen fällig: 1. Vorsitzender: Bernhard Heiß, 2. Vorsitzende: Elisabeth Gamböck, Schrift-führer: Reinhard Wohletz, Kassier: Marianne Paule, Vertreter der Jugend: Christian Rötting und Stefan Gerzoskovitz, Claudia Ostler für die Familienarbeit, Gabi Degenhart für Presse, Kassenprüfer: Peter Schwarz und Hans-Paul Bader. Am 30. März 2001: 1. Vorsitzender Bernhard Heiß, 2. Vorsitzende: Elisabeth Gamböck, Schriftführer: Reinhard Wohletz, Kassier: Marianne Paule, Familien-arbeit: Claudia Ostler, Presse: Gabi Degenhart. Präses blieb die ganzen Jahre hindurch, Pfarrer Georg Simon. Die Kolping-Jugend, die mit großem Elan im Jahre 1991 begann und die Kolpingsfamilie Grainau dominierte, löste sich aus verschiedenen Gründen am 30.09.1994 auf. Wir konnten in den letzten 10 Jahren unseren Mitgliederbestand von 22 Grün-dungsmitgliedern auf 59 Mitglieder erweitern. Die Vorstandschaft trifft sich zu regelmäßigen Vorstandssitzungen in der Pfarrstube und versucht immer wieder neue Programmpunkte anzubieten und auch gesellige Treffen vorzubereiten. Nach 10 Jahren ist es sicherlich wieder einmal notwendig, in Klausur zu gehen und sich über die künftigen Schwerpunkte der Grainauer Kolpingsfamilie zu unterhalten. Wir hatten schon einmal an einem Samstag, 29. Oktober 1994, eine solche Vorstandsklausur durchgeführt, die bei uns dann wieder positive Impulse auslöste und uns auch wieder neu motivierte. Wie sagte schon Adolph Kolping: Der Anfang ist relativ leicht – das Durchhalten viel schwerer! Schauen wir auf unseren Gründer Adolph Kolping, dessen 10-jähriges Seligsprechungsjubiläum im Jahre 2001 in Rom groß gefeiert wurde. Gabi Degenhart hat uns mit unserem Banner bei den Feierlichkeiten würdig vertreten! Für uns alle gilt es, unsere Kolpingsfamilie mit den Anliegen der Menschen von heute in die Zukunft auszurichten! Jedes Mitglied ist eingeladen, sich dafür aktiv einzubringen! TREU KOLPING
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